EOMF 2-Kanal-Messumformer PL c (MEUTS-SIL)


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Description

Der EOMF ist ein zweikanaliger Messumformer mit eingebauter Überlastschaltung der Stufe PL c / SIL 1, Typ MEUTS-SIL, zertifiziert von TÜV Nord unter der Nummer 44 799 14098202.

Das Besondere ist die Sicherheitsschaltung: Sie hat einen eigenen Verstärker und liegt parallel zur Messkette des IO-Link-Messumformers – die Schutzfunktion hängt also nicht an der Messkette. Ein Halbleiterrelais öffnet bei überschrittenem Schaltpunkt, bei zu niedriger oder fehlender Speisespannung des Messverstärkers, bei Kabelbruch an einer oder beiden Signalleitungen und bei zu niedriger oder fehlender Versorgung der Sicherheitsschaltung selbst. Der sichere Zustand ist das offene Relais. Der Eingang ist hochohmig vorgespannt, damit ein Kabelbruch erkannt wird; zwei Komparatoren – einer für das Messsignal gegen den Schaltpunkt, einer für die Brückenspeisung – sind UND-verknüpft.

Zwei Grenzwerte sind über IO-Link einstellbar: der Einschaltpunkt von -7 bis +7 mV, der Ausschaltpunkt von -5 bis +21 mV, bei einer Schaltgenauigkeit von ± 50 µV und einer Reaktionszeit von maximal 10 ms. Die Schaltlast beträgt maximal 30 VAC/VDC bei 500 mA. Zugrunde liegen EN ISO 13849-1:2015 und EN 61508:2010.

Kanal 1 misst eine DMS-Vollbrücke, einheitenlos, ab 350 Ω (zwei Brücken ab 2 × 700 Ω) mit einer Brückenspeisung von 3 V. Kanal 2 ist universal, auf °C voreingestellt, für Pt100 in 3-Leiter-Schaltung von -200 bis 800 °C bei 0,9 mA oder ein Thermoelement vom Typ J (-210 … 1200 °C), Typ K (-200 … 1372 °C) oder Typ N (-200 … 1300 °C). Der Bereich beider Kanäle ist im Bereich -3200,0 … +3200,0 frei einstellbar.

Am Ausgang stehen IO-Link mit Pegel 0 / 24 V und ein Stromausgang 4 … 20 mA, der über Eingang 1 läuft. Die Auflösung beträgt 16 bit am DMS-Kanal und 24 bit am Universal-Kanal, die Genauigkeit max. 0,05 % vom Messbereich zuzüglich Sensorfehler. Filter: 0,5 s für DMS, 25 s für Temperatur. Versorgung 24 VDC bei unter 30 mA im Standardbetrieb, maximal 130 mA Gesamtstrom.

Die Platine misst 21 × 76,95 × 4,2 mm bei etwa 7,6 g, Material FR4 und PBT, Anschluss über Lötpads 2,7 × 1,5 mm, Einbaulage beliebig, Arbeitsbereich -20 °C bis +80 °C.

Drei Montageauflagen und die Freischaltung der Grenzwerte gehören gelesen, bevor das Gehäuse zugemacht wird. Die Platine ist nach mindestens IP54 im Gehäuse des Sensors zu verbauen und sicher gegen Vibrationen zu schützen; die Sicherheitsschaltung ist regelmäßig auf ihre Funktion zu prüfen, der Hersteller empfiehlt zwei Jahre, und die Grenzwerte sind vor der Inbetriebnahme zu überprüfen. Zum Einstellen der Grenzwerte über IO-Link muss ein Fototransistor (SFH 309 oder ähnlich) angeschlossen und beleuchtet sein; danach sind die Einstellungen zurückzulesen und der Fototransistor zu verdunkeln – im Normalbetrieb ist er so abzudecken, dass eine unbeabsichtigte Beleuchtung ausgeschlossen ist.

Für Konfiguration und Betrieb ist ein IO-Link-Master erforderlich, dazu die IODD-Datei aus dem IODD-Finder. Geprüft ist die Platine nach EN 61000-6-2:2005 und EN 61000-6-4:2007. Ein CE-Zeichen ist im Datenblatt des Herstellers nicht dokumentiert, eine Konformitätserklärung ist vor dem Inverkehrbringen in der EU anzufordern. Die Ausführung ohne Sicherheitsfunktion ist der EOME.

Vorteile auf einen Blick

  • Überlastschaltung PL c / SIL 1, TÜV Nord 44 799 14098202
  • Sicherheitsschaltung mit eigenem Verstärker, parallel zur Messkette
  • Relais öffnet auch bei Kabelbruch und Unterspannung – sicherer Zustand offen
  • Zwei Grenzwerte über IO-Link einstellbar, Reaktionszeit max. 10 ms
  • Ausgänge IO-Link und 4 … 20 mA
  • Kanal 1 DMS-Vollbrücke, Kanal 2 Pt100 oder Thermoelement
  • Auflösung 16 bit DMS, 24 bit Universal, Genauigkeit max. 0,05 %
  • 21 × 76,95 × 4,2 mm, ca. 7,6 g, Arbeitsbereich -20 … +80 °C

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