Beschreibung
Der TPMA ist ein kompakter Einschraub-Temperatursensor mit programmierbarem Messumformer, Herstellertyp Müller MKTS.
Er ist für Anlagen gebaut, in denen ein Gehäuse viele Ausgangsarten abdecken soll: vom nackten Pt100 unmittelbar auf dem Stecker bis zum CANopen-Knoten. Eingeschraubt wird er über einen von acht Prozessanschlüssen, die Einbaulänge reicht von 50 bis 1000 mm in 5-mm-Schritten. Rohre, Behälter und Gehäuse lassen sich damit aus einer einzigen Bauform bedienen, statt für jede Signalart ein eigenes Gerät zu lagern.
Am Eingang liegen ein oder zwei Pt100 oder Pt1000 in 2-, 3- oder 4-Leiter-Schaltung, in den Klassen A, B und AA, Klasse C auf Anfrage. Der maximale Messbereich reicht von -50 … +200 °C, die kleinste Spanne beträgt 50 K. Zwei Messelemente sind nur in der Ausführung ohne Messumformer möglich.
Ausgangsseitig stehen 4 … 20 mA in 2-Leiter-Schaltung mit einem Strombereich von 3,8 … 20,5 mA, die Spannungsausgänge 0…10 V, 0,5…10,5 V und 2…10 V in 3-Leiter-Schaltung sowie CANopen nach CiA 404 auf CAN 2.0A und CAN 2.0B mit zwei Sende-PDO zur Wahl. Die Störmeldung liegt bei 3,6 mA für Kurzschluss und Unterschreitung und bei 21 mA für Bruch und Überschreitung. Der Messumformer arbeitet mit 24 Bit Auflösung, einem Filter von 5 … 5000 ms, 5 ms Einschaltverzögerung und einer Genauigkeit von max. 0,1 % vom Bereich zuzüglich Sensorfehler; über CANopen sind es ±0,1 K bei 16 Bit, 0,1 K Auflösung und 20 ms Wandlungszeit bei einer Übertragungsrate von 50 kBit/s … 1 MBit/s. Versorgt wird der analoge Zweig mit 12 … 30 VDC kurzschlussfest, der CANopen-Zweig mit 8 … 40 VDC bei max. 500 mW; ein Verpolungsschutz ist vorhanden. Eingestellt wird der Analogausgang über die Software TrComm, die Baudrate und die Moduladresse des CANopen-Knotens über LSS.
Mechanisch: Prozessanschluss ohne Gewinde, 1/4", 3/8", 1/2", 3/4", 1", 1/4NPT, 3/8NPT oder 1/2NPT, Sensorrohr Ø 6 mm aus Edelstahl 1.4571, Gehäusekörper ebenfalls 1.4571, Steckereinsatz aus PBT GF30 oder gegen Mehrpreis aus Edelstahl 1.4571, Einbaulage beliebig. Der Systemdruck beträgt max. 25 bar, das Gewicht etwa 200 g in der Ausführung 1/2", 50 mm, M12. Die Schutzart ist IP 65 an der Elektronik und IP 68 am Sensor, innen vergossen. Zehn elektrische Anschlüsse stehen zur Wahl: M12x1 vier-, fünf- und achtpolig, Deutsch DT04 drei- und vierpolig, Super Seal 1.5 dreipolig, Bajonett nach DIN vierpolig, Ventilstecker nach EN 175301-803 Typ A, MIL sechspolig und Kabel – zwei Messelemente führen aber nicht alle, der Super Seal und der Deutsch DT04 dreipolig nur eines.
Die Umgebungstemperatur ist nicht die Mediumstemperatur. Das Medium darf bis +200 °C warm sein, die Elektronik im Kopf verträgt mit Messumformer nur -20 … +80 °C und ohne Messumformer -30 … +100 °C; welche Halslänge oder welche Dämmung dafür nötig ist, sagt die Quelle nicht. Die 0,1 % gelten nur zwischen 0 und +40 °C Umgebungstemperatur. Wie groß der Fehler außerhalb dieses Fensters ist, sagt das Blatt des MKTS nicht; das Schwesterblatt MKTS-GL nennt dazu 0,0015 %/K unterhalb und 0,019 %/K oberhalb. Die Produktkennung MK ist bei diesem Hersteller dreimal vergeben – MKTS, MKTS-GL und MKTS-SP, mit jeweils anderer Bedeutung der folgenden Stellen; beim Bestellen gehört die Typbezeichnung im Klartext dazu, nicht nur der Code. Der CANopen-Messumformer wird im Werk abgeglichen und lässt sich nachträglich nicht konfigurieren; nur der Analogmessumformer ist mit DEV-KMA und TrComm änderbar.
Zum Programmieren des Analogmessumformers ist der Konfigurator DEV-KMA mit der Software TrComm nötig; eine Artikelnummer nennt die Quelle dazu nicht, maßgeblich ist das Datenblatt DEV-KMA. Ohne Messumformer wird nichts konfiguriert, der Sensor liegt dann unmittelbar auf dem Stecker. Die EG-Konformitätserklärung liegt vor, ist aber vom 25.07.2011 und nennt die Richtlinien 2004/108/EG (EMV) und 97/23/EG (Druckgeräte), die seit 2016 durch 2014/30/EU und 2014/68/EU ersetzt sind; angewandt wurden DIN EN 61000-6-2:2005 und DIN EN 61000-6-4:2007. Ein CE-Zeichen zeigt das Datenblatt selbst nicht. Ein Explosionsschutz ist nicht dokumentiert – die eigensichere Ausführung ist der TPMC (MKTS-Ex).
Vorteile auf einen Blick
- Ein Gehäuse für Widerstand direkt, 4 … 20 mA, 0…10 V und CANopen
- Ein oder zwei Pt100 oder Pt1000 in den Klassen A, B und AA
- Messbereich -50 bis +200 °C, kleinste Spanne 50 K
- Auflösung 24 Bit, Filter 5 … 5000 ms
- Genauigkeit max. 0,1 % vom Bereich zwischen 0 und +40 °C
- CANopen nach CiA 404 mit ±0,1 K und 20 ms Wandlungszeit
- Einbaulänge 50 bis 1000 mm in 5-mm-Schritten
- Sensorrohr und Gehäusekörper aus Edelstahl 1.4571, IP 65 / IP 68
- Eigensichere Ausführung als TPMC erhältlich
