








Häufige Fragen
Was bringt IO-Link bei einer Wägezelle?
IO-Link überträgt den Messwert digital. Damit entfallen das analoge Signal und die dafür nötige Schirmung – eine ungeschirmte Dreidrahtleitung an einem M12-Stecker genügt. Dazu kommen Parameter und Diagnose über dieselbe Leitung: Nullpunkt und Kennlinie lassen sich aus der Steuerung setzen, und beim Gerätetausch schreibt der Master die Parameter automatisch in das neue Gerät.
Brauche ich für IO-Link einen Master?
Ja. IO-Link ist eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung zwischen Gerät und einem IO-Link-Master, der die Werte an die Steuerung weitergibt. In vielen Anlagen ist ein Master schon vorhanden, weil er als Klemmenmodul in der SPS-Peripherie steckt oder als Feldmodul im Schaltschrank sitzt. Der Master hält auch die Parameter der angeschlossenen Geräte, weshalb ein Gerätetausch ohne Laptop funktioniert.
Ist IO-Link genauer als ein analoges Signal?
Die Genauigkeit macht der Sensor mit seinem Messverstärker, nicht die Übertragung. Der Vorteil von IO-Link liegt darin, dass auf dem Weg zur Steuerung nichts verloren geht: kein Spannungsabfall über die Leitungslänge, keine Einstreuung, keine zusätzliche Wandlung im Analogeingang. Bei kurzen Wegen und sauberer Verlegung ist der Unterschied klein, bei langen Kabeln in einer Anlage mit Frequenzumrichtern deutlich.
Kann ich eine bestehende analoge Wägezelle auf IO-Link umstellen?
Ja, über einen Messverstärker mit IO-Link-Ausgang. Die vorhandene DMS-Zelle bleibt, der Verstärker sitzt entweder als Inline-Modul in der Leitung oder als Platine im Gerät und liefert den Messwert digital. Der Aufwand ist meist geringer als der Tausch der Zelle, weil Einbau und Mechanik unverändert bleiben.