OEM-Platinen und Messverstärker-Module für DMS und Temperatur
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OEM-Platinen und Messverstärker-Module für DMS und Temperatur. Messverstärker ohne Gehäuse, zum Einbau in Ihr Gerät, Ihren Schaltschrank oder Ihren eigenen Sensor. Für DMS-Vollbrücken ebenso wie für Widerstandsfühler und Thermoelemente, mit analogem oder digitalem Ausgang und auf Wunsch bereits auf Ihren Sensor skaliert.
OEM-Platinen und Messverstärker-Module für DMS und Temperatur: Für wen diese Kategorie gedacht ist
Hier kauft niemand ein Messgerät, sondern eine Baugruppe für das eigene Produkt: Maschinen- und Anlagenbauer, die Kraft- oder Temperaturmessung in ihre Steuerung integrieren, Sensorhersteller, die ihre Aufnehmer mit einem Ausgangssignal ausstatten, Hersteller von Prüf-, Labor- und Medizingeräten.
Der Verzicht auf das Gehäuse ist dabei der Zweck, nicht die Sparvariante. Sie brauchen keinen zweiten Kasten neben Ihrem Gerät, sondern Elektronik, die in Ihre vorhandene Mechanik passt: auf eine Montageplatte im Schaltschrank, in ein Sensorgehäuse, hinter eine Frontplatte oder direkt in ein Kabel eingebaut.
OEM-Platinen für DMS-Sensoren
Eine Dehnungsmessbrücke liefert wenige Millivolt und braucht eine stabile Speisung. Für die Integration sind deshalb andere Kenngrößen entscheidend als beim fertigen Gerät.
- Eingangsempfindlichkeit in mV/V, passend zum Kennwert Ihres Sensors. Standardwägezellen liegen bei 2 mV/V, direkt applizierte Dehnungsmessstreifen und Sonderaufnehmer teils deutlich darunter oder darüber.
- Brückenwiderstand und Speisung, damit die Platine Ihre Brücke sicher versorgt, auch wenn mehrere Zellen parallel liegen.
- Vier- oder Sechsleiteranschluss. Sitzt die Platine unmittelbar am Sensor, genügt Vierleiter. Führt das Sensorkabel durch Ihr Gerät oder ist es temperaturwechselnden Bereichen ausgesetzt, kompensiert Sechsleitertechnik den Leitungswiderstand und verhindert eine langsame, temperaturabhängige Drift.
- Temperaturstabilität von Nullpunkt und Verstärkung, angegeben in ppm pro Kelvin. Diese beiden Werte bestimmen, was die Baugruppe im eingebauten Zustand tatsächlich leistet, und nicht die Auflösung in Bit.
- Abgleichmöglichkeit, also Nullpunkt und Endwert einstellbar über Schnittstelle statt über Potentiometer, damit in Ihrer Serienfertigung nichts von Hand justiert werden muss.
Passende Sensoren finden Sie bei den Wägezellen und Kraftaufnehmern und in der Dehnungsmessung. Wird direkt am Bauteil gemessen, applizieren wir die Dehnungsmessstreifen und liefern Aufnehmer und Elektronik abgeglichen als Einheit.
OEM-Platinen für Temperatur
Bei Temperatur liegt die Komplexität nicht in der Verstärkung, sondern in der Fühlerart und der Linearisierung.
- Widerstandsfühler oder Thermoelement. Pt100 und Pt1000 liefern einen Widerstand, Thermoelemente eine sehr kleine Thermospannung. Beides verlangt unterschiedliche Eingangsstufen; klären Sie vor der Auswahl, welche Fühler in Ihrem Gerät verbaut werden, und ob es künftig beide sein könnten.
- Zwei-, Drei- oder Vierleiterschaltung. Bei Pt100 verfälscht der Leitungswiderstand das Ergebnis erheblich, weil der Messwiderstand selbst klein ist. Zweileiter ist nur bei sehr kurzen Leitungen brauchbar, Dreileiter der übliche Kompromiss, Vierleiter die genaueste Variante. Pt1000 ist gegenüber Leitungseinflüssen deutlich unempfindlicher und deshalb für einfache Verdrahtung oft die klügere Wahl.
- Vergleichsstellenkompensation. Ein Thermoelement misst nur die Differenz zur Anschlussstelle. Die Platine muss die Temperatur an dieser Stelle selbst erfassen und herausrechnen. Achten Sie darauf, wo der Kompensationsfühler sitzt und wie sich Eigenerwärmung Ihres Geräts darauf auswirkt; das ist die häufigste Fehlerquelle bei integrierten Thermoelement-Eingängen.
- Linearisierung nach der jeweiligen Kennlinie, damit Sie ein linear zur Temperatur verlaufendes Ausgangssignal erhalten und nicht selbst rechnen müssen.
- Fühlerbruch- und Kurzschlusserkennung, damit Ihr Gerät einen Defekt meldet, statt einen plausibel aussehenden Falschwert auszugeben.
Die passenden Fühler finden Sie im Temperaturprogramm, fertige Geräte bei den Temperaturmessumformern.
Was bei OEM-Beschaffung sonst zählt
Stückzahl und Serienpreis. Bei wiederkehrendem Bedarf rechnen wir Staffelpreise und Rahmenabrufe. Nennen Sie die Jahresmenge, dann bekommen Sie eine Kalkulation statt eines Listenpreises.
Langzeitverfügbarkeit. Eine Maschine läuft zehn Jahre und länger, Ihre Stückliste soll so lange stabil bleiben. Klären Sie Verfügbarkeit und Abkündigungsfristen, bevor Sie eine Baugruppe in Serie freigeben. Das ist die Frage, die im Einkauf am häufigsten zu spät kommt.
Dokumentationstiefe. Für die Integration brauchen Sie Maßzeichnung mit Bohrbild, Steckerbelegung, Versorgungs- und Strombedarf, Temperaturbereich, Hinweise zu Schirmung und Masseführung sowie ein 3D-Modell. Was bei einem Artikel nicht online steht, senden wir zu.
Konfiguration ab Werk. Wir liefern die Platinen bereits auf Ihren Sensor skaliert. In Ihrer Fertigung entfällt damit der Abgleichschritt. Bei Serien ist das häufig die größere Ersparnis als der Stückpreis.
Verantwortung für Konformität
Eine Leiterplatte ohne Gehäuse ist kein verwendungsfertiges Gerät. CE-Konformität, EMV-Prüfung und gegebenenfalls die Sicherheitsbetrachtung gelten für Ihr Endprodukt und liegen deshalb bei Ihnen. Wir liefern die Angaben, die Sie dafür brauchen, also EMV-relevante Hinweise, Angaben zu Isolation und Speisung sowie Empfehlungen zur Einbaulage. Für sicherheitsgerichtete Anwendungen gibt es Ausführungen, die eine Einstufung nach SIL und Performance Level ermöglichen; bewertet wird immer im Kontext Ihrer Gesamtarchitektur.
Drei Fehler bei der Integration
Störeinkopplung. Abstand zu Schaltnetzteilen, Relais und Frequenzumrichtern halten, Sensorleitung getrennt von Leistungsleitungen führen, Schirm einseitig auflegen. Bei einer Millivolt-Brücke entscheidet die Leiterplattenumgebung über die erreichbare Auflösung.
Wärme. Die Genauigkeitsangaben gelten für den spezifizierten Temperaturbereich. Sitzt die Platine im geschlossenen Gehäuse neben einem Netzteil, driftet der Nullpunkt temperaturabhängig, und der Fehler wird später im Sensor gesucht.
Mechanik. Vorgesehene Befestigungspunkte nutzen, die Platine nicht verspannen, bei Vibration die Steckverbinder sichern.
Wenn keine Standardplatine passt
Bei OEM-Projekten ist das eher die Regel. Wir passen bestehende Baugruppen an, also Skalierung, Firmware, Pinbelegung, Steckverbinder, Bestückungsvarianten oder Abmessungen, und entwickeln bei Bedarf eine Messelektronik nach Ihren Vorgaben.
Weil wir außerdem Sensoren konstruieren und fertigen, Dehnungsmessstreifen applizieren und im eigenen Labor nach ISO 17025 kalibrieren, können Sie die komplette Messkette als fertig abgeglichene Baugruppe beziehen: Aufnehmer und Elektronik, geprüft und dokumentiert, mit einer Artikelnummer in Ihrer Stückliste.
Schicken Sie uns Messgröße, Fühler- oder Sensortyp, gewünschten Ausgang, Bauraum und geplante Jahresmenge, dann bekommen Sie einen konkreten Vorschlag.













