Kranwaagen von 50 kg bis 500 t, eichfähig
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Kranwaagen von octogon wiegen die Last dort, wo sie ohnehin hängt: zwischen Kranhaken und Anschlagmittel. Wägebereiche von 50 kg bis 500 t, digitale Anzeige direkt am Gerät oder per Funk in der Hand, eichfähige Ausführungen für Abrechnung und Handel. Viele Modelle werden einsatzbereit mit Schäkel und Haken geliefert.
Kranwaagen - Wiegen und Heben in einem Arbeitsschritt
Eine Kranwaage, auch Hängewaage oder Hakenwaage genannt, wird zwischen Kranhaken und Last eingehängt. Das erspart den Weg zur Bodenwaage und macht Gewichtskontrolle dort möglich, wo keine feste Waage steht: beim Verladen, im Wareneingang, an der Presse, im Schrottplatzbetrieb oder bei der Chargenkontrolle in der Gießerei.
Zwei Bauarten stehen zur Auswahl. Die klassische digitale Kranwaage trägt Display und Elektronik im eigenen Gehäuse, der Wert wird direkt am Gerät oder über eine Fernbedienung abgelesen. Die einhakbare Funk-Wägezelle verzichtet auf ein eigenes Display und überträgt das Signal an ein Handanzeigegerät, was bei großen Ablesedistanzen, hohen Lasten und beim Messen von Seil- und Zugkräften die praktischere Lösung ist.
Muss die Kranwaage geeicht sein?
Das ist die Frage, die vor dem Kauf entschieden werden muss, weil sie das Modell festlegt. Als Faustregel gilt: Sobald das gewogene Gewicht Grundlage für einen Preis, eine Rechnung oder eine amtliche Menge ist, brauchen Sie eine geeichte Waage mit Konformitätsbewertung nach der Richtlinie 2014/31/EU. Das betrifft etwa den Schrott- und Metallankauf, die Abfallentsorgung, den Verkauf nach Gewicht und die Zollabwicklung.
Dienst die Waage nur der internen Kontrolle, also der Überlastsicherung, der Auslastung des Krans, der Chargenprüfung oder der Frachtvorbereitung, genügt eine nicht eichfähige Betriebswaage. Diese ist deutlich günstiger und in der Nutzung freier, weil keine Nacheichung ansteht.
Geeichte Waagen unterliegen einer Nacheichfrist und müssen in festen Abständen durch eine zuständige Stelle neu geeicht werden. Achten Sie beim Vergleich auf den Unterschied zwischen "eichfähig" und "geeicht": eichfähig bedeutet, dass das Gerät die Anforderungen erfüllt und geeicht werden kann. Die Ersteichung erfolgt separat. Welche Variante Sie brauchen, klären wir im Gespräch, bevor Sie bestellen.
Auswahl in vier Schritten
1. Wägebereich mit Reserve, aber nicht zu groß. Rechnen Sie das Eigengewicht von Schäkel, Kette, Traverse und Behälter mit. Zugleich gilt: die Ablesbarkeit hängt am Wägebereich. Eine 30-t-Waage zeigt in groben Stufen an, wer 400-kg-Lasten kontrollieren will, wiegt damit unbrauchbar ungenau. Nehmen Sie die kleinste Waage, die Ihre Maximallast sicher trägt.
2. Bauhöhe prüfen. Die Kranwaage sitzt im Lastweg und kostet Hubhöhe. In Hallen mit knapper Höhe unter dem Kranträger ist die Einbauhöhe zwischen den Anschlagpunkten oft das entscheidende Kriterium, nicht die Genauigkeit.
3. Ablesung festlegen. Ziffernhöhe und Leseabstand gehören zusammen: 20 mm Ziffern lassen sich aus wenigen Metern lesen, bei 10 m Abstand oder Sicht von oben brauchen Sie eine Fernanzeige oder ein Handgerät. Für Belege und Protokolle gibt es Ausführungen mit Drucker.
4. Funktionen nach Prozess. Tara für das Nettogewicht aus Behältern, Hold zum Festhalten des Werts bei schwingender Last, Peak für die Höchstlast, Summieren für Chargen aus mehreren Hüben, automatische Abschaltung für die Batterielaufzeit.
Sicherheit und Prüfung
Eine Kranwaage wird Teil des Lastaufnahmemittels und muss entsprechend behandelt werden. Belasten Sie sie nie über die angegebene Tragfähigkeit, auch nicht kurzzeitig beim Anreißen einer festsitzenden Last. Verwenden Sie ausschließlich die zugehörigen oder freigegebenen Schäkel und Haken, achten Sie auf die Sicherungsklappe am Haken und darauf, dass die Last frei hängt und nicht seitlich zieht. Wie andere Lastaufnahmemittel unterliegt die Kranwaage einer regelmäßigen Prüfung durch eine befähigte Person; die Fristen ergeben sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung und den nationalen Vorschriften.
Typische Anwendungen
Wareneingang und Versand im Lager, Schrott- und Recyclingbetriebe, Gießereien und Stahlbau, Big-Bag- und Behälterwägung, Baustellen und Bauhöfe, Hafen- und Umschlagbetriebe, Landwirtschaft, Prüfung von Seil- und Zugkräften an Seilbahnen, Masten und Abspannungen.
Kalibrierung und Alternativen
Auch nicht eichpflichtige Waagen sollten regelmäßig überprüft werden, damit die Werte belastbar bleiben. Wir kalibrieren nach ISO 17025 im eigenen Labor und stellen das Protokoll aus.
Hängt Ihre Last nicht am Kran, passen andere Bauformen besser: Wägeplattformen und Bodenwaagen für den festen Wägeplatz, Seilspannungs-Wägezellen und Zugmesslaschen für Seilkräfte, Wägemodule für den Einbau unter Behälter und Silo. Für Sonderfälle, etwa besonders flache Bauhöhen oder feste Integration in eine Krananlage, entwickeln wir kundenspezifische Lösungen.
Datenblatt, Preis und Lieferzeit stehen bei jedem Artikel online. Bei der Auswahl von Wägebereich, Eichvariante und Anschlagmittel beraten unsere Ingenieure Sie direkt.



