Lastfuß LFLA zum Wiegen einer Maschine

Ein Behälter soll gewogen werden, ein Mischer, ein Silo. Die naheliegende Antwort — eine Waage darunter bauen — scheitert meist daran, dass kein Platz ist und die Anlage steht, solange umgebaut wird.

Der Lastfuß dreht die Aufgabe um: die Wägezelle ist der Fuß. Sie trägt die Maschine und misst dabei. Es entsteht keine zusätzliche Bauhöhe, weil das Bauteil, das ohnehin trägt, jetzt zusätzlich misst — und der Umbau reduziert sich darauf, vier Füße zu tauschen.

Das öffnet Anwendungen, die als Waage nie gerechnet worden wären: Füllstand über Gewicht statt über Sensorik im Behälter, Verbrauchserfassung an einer Anlage, Überwachung, ob eine Charge komplett ist. Die Maschine bleibt, was sie war, und wird zusätzlich zur Messstelle.

Zwei Ausführungen, zwei Umgebungen

Wir führen zwei Wägefüße, und die Wahl zwischen ihnen hat weniger mit der Last zu tun als mit dem, was um die Maschine herum passiert.

Vergleich LFLB und LFLA Wägefuß: Nennlast, Gesamtfehler, Schutzart, Werkstoff, Höhenverstellung

Der LFLB deckt den industriellen Normalfall ab: 75 kg bis 10.000 kg, Gesamtfehler maximal 0,07 % FS, IP67, Gehäuse aus 17-4PH (1.4542). Die Höhenverstellung ist integriert und hat 10 mm Weg — das ist der Punkt, der in der Praxis Zeit spart, weil ein Fundament selten so eben ist wie die Zeichnung. Auf Wunsch mit ATEX-Zulassung für Zone 2–22 und Kalibrierzertifikat nach ISO 376 oder ASTM E74.

Der LFLA ist für Anlagen gedacht, die regelmäßig gereinigt werden: 1.000 bis 20.000 kg, maximal ±0,1 % FS, IP69K, 3-A-Hygienedesign und lebensmitteltaugliches Kabel. IP69K heißt Hochdruckreinigung mit heißem Wasser — nicht „spritzwassergeschützt“.

LFLA Wägefuß in hygienischer Ausführung mit Höhenverstellung

Was beim Einbau wirklich zählt

Ein Lastfuß misst nur die Kraft, die tatsächlich durch ihn geht. Alles, was daneben abgeleitet wird — eine steife Rohrleitung, ein Kabelbaum, ein verspannter Rahmen — fehlt im Messwert. Das ist die häufigste Ursache für eine Behälterwaage, die „nicht stimmt“.

Zwei Dinge helfen: die Höhenverstellung tatsächlich nutzen, damit alle Füße gleichmäßig tragen, und Querkräfte über ein Gelenk entkoppeln. Passende Kugelgelenke gibt es bis 146 kN statischer Last in M6 bis M36, verstellbare Kugelgelenkfüße bis 5.000 kg in M8 bis M20.

0,07 % ist nicht die Genauigkeit Ihrer Waage

Der Gesamtfehler auf dem Datenblatt beschreibt den Aufnehmer — nicht die fertige Anlage. In der Praxis kommen Beiträge dazu, die niemand im Datenblatt findet: die Lastverteilung auf die Füße, die Steifigkeit der Anschlüsse, Temperaturgang über den Tag, die Auflösung der Auswertung.

Deshalb ist eine Zelle mit 0,07 % FS keine Garantie für 0,07 % an der Anzeige. Umgekehrt gilt aber auch: eine gute Zelle in einem sauberen Einbau liefert oft mehr, als für die Aufgabe nötig ist. Wer wissen will, wo die Anlage wirklich steht, kalibriert im eingebauten Zustand — dafür machen wir auch Vor-Ort-Messungen.

Vom Fuß zum Gewicht

Mehrere Füße liefern mehrere Signale. Wer nur die Summe braucht, führt sie auf einen Wägetransmitter oder Wägeindikator. Interessanter ist oft die Einzelbetrachtung: sehen Sie jeden Fuß für sich, erkennen Sie eine schiefe Beladung oder ein klemmendes Auflager, bevor die Summe auffällig wird. Digital geht das etwa über CANopen oder IO-Link.

Welcher passt?

Nennlast ist die einfache Frage. Die nützlichere: wird die Anlage nass gereinigt, steht sie in einem Ex-Bereich, und muss das Ergebnis dokumentiert sein? Danach entscheidet sich Schutzart, Zulassung und ob eine ISO-17025-Kalibrierung dazu gehört.

Wie eine Wägezelle grundsätzlich arbeitet, erklärt unser Beitrag Wie funktioniert eine Wägezelle?. Passt keine Standardausführung, bauen wir den Fuß als kundenspezifische Ausführung.

Schreiben Sie an office@octogon.org, rufen Sie +43 676 3628453 oder nutzen Sie unser Kontaktformular — sagen Sie uns Last je Fuß, Anzahl der Füße und Reinigungsverfahren, dann kommt eine konkrete Empfehlung zurück.

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