Wenn eine Wägezelle mitfährt, fährt ihr Kabel mit. Und das ist der Punkt, an dem die meisten Ausfälle in bewegten Anwendungen entstehen — nicht am Sensor.
Ein Standardkabel ist dafür gemacht, verlegt zu werden. In einer Schleppkette wird es stattdessen millionenfach gebogen. Irgendwann brechen einzelne Litzen im Mantel, ohne dass außen etwas zu sehen ist. Das Ergebnis ist kein klarer Defekt, sondern ein Messwert, der sporadisch springt oder driftet. Genau die Art Fehler, die man lange am falschen Ende sucht.
Die Ausführung, die dafür gedacht ist
Unsere Wägezellen und Kraftaufnehmer lassen sich mit schleppkettentauglichem Kabel ausführen. Das ist keine eigene Produktfamilie, sondern eine Option bei der Bestellung — die Zelle bleibt dieselbe, nur die Leitung ist für den Dauerbiegeeinsatz ausgelegt.
Sinnvoll ist das überall, wo der Aufnehmer selbst nicht stillsteht: Portale und Fahrwerke, Regalbediengeräte, Handlingachsen, Prüfstände mit bewegtem Schlitten.
Drei Dinge, die in der Praxis helfen
- Steckverbinder statt fixem Kabel. Mit einem M12-Anschluss ist die Leitung im Servicefall tauschbar, ohne die Zelle zu öffnen oder auszubauen.
- Biegeradius einhalten. Der zulässige Radius des Kabels ist die Kenngröße, nicht der Platz in der Kette. Zu eng verlegt hilft auch die bessere Leitung nicht.
- Zugentlastung an beiden Enden. Die Bewegung darf nicht am Anschluss ziehen, und das Kabel soll in der Kette gleiten, nicht sich verdrehen.
Passt das zu Ihrer Anwendung?
Sagen Sie uns, wie die Zelle bewegt wird, welche Kabellänge Sie brauchen und ob ein Steckverbinder möglich ist. Wenn die Umgebung zusätzlich Öl, Kühlmittel oder Temperatur ins Spiel bringt, gehört das in die Auswahl.
Kein Kabelweg möglich? Dann ist Funk-Messtechnik die Alternative. Wie eine Wägezelle grundsätzlich arbeitet, erklärt Wie funktioniert eine Wägezelle?; Bauformen für bewegte Lasten zeigt Flache Wägezelle für bewegte Lasten.
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