Beschreibung
Der TMMB ist ein Oberflächen-Temperatursensor auf einem Haftmagneten, Herstellertyp Müller METS-WTM.
Er wird auf ein Rohr oder einen Behälter aufgesetzt und hält sich selbst – kein Bohren, kein Prozessanschluss, kein Eingriff in das Medium. Die gefederte Messfläche drückt auf die Oberfläche, der Magnet zieht mit 66 N.
Dieses Gerät hat keine Anzeige und keine Tasten – eingestellt wird ausschließlich über HART. Sonst ist es baugleich mit dem TMMA (METS-WSM), der die Anzeige trägt. Wer den Wert vor Ort ablesen will, bestellt den TMMA.
Am Eingang sitzt ein Pt100 in 4-Leiter-Schaltung in den Klassen A, B und AA (B 1/3 DIN), mit einem Bereich von -50 … +200 °C bei einer kleinsten Spanne von 50 K; bis -50 … +250 °C auf Anfrage. Am Ausgang liegt 4 … 20 mA mit HART in der 2-Leiter-Schleife, Strombereich 3,8 … 20,5 mA, mit 3,6 mA bei Kurzschluss und 21 mA bei Bruch. Die Genauigkeit beträgt 0,3 % vom Bereich bei 16 Bit, die Antwortzeit 20 ms, die Messrate 10 Messungen je Sekunde, der Filter 0 … 99 s.
Die zwei Grenzwertkontakte sind PNP oder NPN mit 30 VDC / 200 mA, optional 1000 mA; Schaltpunkt und Hysterese sind im ganzen Messbereich einstellbar, die Schaltverzögerung von 0,0 bis 999,9 s, ein Failsafe-Verhalten ebenfalls. Versorgt wird der Sensor aus der HART-Stromschleife mit 12 … 40 VDC, Bürde R = (UB − 12 V) / 21 mA, mit Verpolungsschutz.
Mechanisch: Haftmagnet aus Alnico 500, Messfläche Ø 6 mm gefedert mit 1,5 mm Federweg, Sensorkörper Edelstahl 1.4571, Gehäuse PBT GF30, Anschlusslage seitlich oder oben, Gewicht etwa 259 g, Systemdruck PN 25, Schutzart mindestens IP 65 an der Elektronik.
Drei Punkte, die der Hersteller offenlässt und die zur Planung gehören: Der Sensor sitzt mit dem Magneten unmittelbar auf der heißen Fläche. Die Messfläche darf bis +200 °C, die Elektronik im Kopf nur bis +80 °C – wie viel Wärme dabei in den Kopf gelangt, ist nicht dokumentiert, und über +85 °C kann die Elektronik zerstört werden. Die galvanische Trennung gilt nur zwischen Schaltausgängen und Messverstärker, nicht gegen die Schleife und nicht gegen die Fläche. Und wie sich die Haftkraft mit der Temperatur ändert, sagt die Quelle nicht.
Zehn elektrische Anschlüsse stehen zur Wahl – welcher wie viele Grenzwertkontakte führt, ist nicht beliebig: zwei Kontakte gibt es nur an M12 fünf- und achtpolig, an MIL und am Kabel; an Deutsch DT04 vierpolig und an Super Seal keinen. Zur Konfiguration dient das HART-Interface mit USB und Software, Bestellnummer 01310-00220; bei Kommunikation über ein HART-Modem ist ein Widerstand von 250 Ω zu berücksichtigen. Ein CE-Zeichen ist nicht dokumentiert, eine Konformitätserklärung liegt nicht vor.
Vorteile auf einen Blick
- Messen ohne Eingriff in den Prozess – Haftmagnet mit 66 N
- Gefederte Messfläche Ø 6 mm, Federweg 1,5 mm
- Pt100 4-Leiter, Klassen A, B und AA
- Medium -50 bis +200 °C, bis +250 °C auf Anfrage
- 4 … 20 mA mit HART, Genauigkeit 0,3 % vom Bereich
- Zwei Grenzwertkontakte mit einstellbarer Verzögerung
- Sensorkörper Edelstahl 1.4571, Magnet Alnico 500
- Schutzart mindestens IP 65
- Ausführung mit Anzeige als TMMA erhältlich

