Beschreibung
Der TIMA ist ein Infrarot-Temperatursensor für die berührungslose Messung, Herstellertyp Müller METS-IR.
Er misst an bewegten, heißen oder empfindlichen Oberflächen, ohne das Medium zu berühren – dort, wo ein Schutzrohr stören würde oder gar nicht eingebaut werden kann. Gehäuse, Anzeige und die zwei Grenzwertkontakte sind dieselben wie bei den Einschraubsensoren der Reihe.
Der Sensor wertet Infrarotstrahlung im Spektralbereich 8 … 14 µm aus und deckt -40 … +1000 °C ab, bei einem minimalen Bereich von 100 °C. Die optische Auflösung beträgt 15:1. Die Genauigkeit liegt bei ±1,5 °C bzw. ±1,5 % – es gilt der jeweils größere Wert –, die Reproduzierbarkeit bei ±0,75 °C bzw. ±0,75 %, die Auflösung bei 0,1 K. Emissions- und Transmissionsgrad sind über Software von 0,100 bis 1,100 einstellbar. Die Antwortzeit beträgt 30 ms (t90) bei 10 Messungen je Sekunde.
Am Ausgang liegt 4 … 20 mA mit HART in 3-Leitertechnik, Strombereich 3,8 … 20,5 mA, mit Störsignal bei 3,6 mA (Kurzschluss) und 21 mA (Bruch). Dazu ein 4-stelliges 7-Segment-Display im um 330° drehbaren Kopf und zwei Grenzwertkontakte, PNP oder NPN, 30 VDC / 200 mA. Versorgt wird der Sensor mit 24 VDC ±10 % über einen achtpoligen Einbaustecker M12×1 – den einzigen Anschluss dieses Erzeugnisses.
Mechanisch: Prozessanschluss von 1/4" bis 1" sowie 1/4NPT bis 1/2NPT, Schutzrohr aus 1.4571 in Ø 6 × 0,5 mm, Halsrohr 100 mm als Option, Gehäuse PBT GF30, Messkopf Edelstahl, Gewicht etwa 240 g, Schutzart mindestens IP 65 mit vergossenen Platinen. Vibration nach IEC 68-2-6, Schock nach IEC 68-2-27.
Drei Dinge gehören zur Planung: Der Messfleck wächst mit dem Abstand – 6,5 mm an der Vorderkante, 16,6 mm bei 200 mm, 76,5 mm bei einem Meter; das Messobjekt muss mindestens so groß sein wie der Fleck. Die Umgebungstemperatur ist nicht die Mediumstemperatur – die Elektronik im Kopf verträgt -20 … +80 °C, der Messkopf -20 … +120 °C. Und dieses Erzeugnis misst gegen die freie Atmosphäre, Systemdruck 0 bar; es gehört nicht in einen Druckraum, während die übrigen Sensoren der Reihe PN 25 halten. Nach 10 Minuten Aufwärmzeit ist die Anzeige belastbar.
Zum Programmieren ist der Konfigurator DEV-KMA mit der Software TrComm erforderlich. Ein CE-Zeichen ist im Datenblatt des Herstellers nicht dokumentiert, eine Konformitätserklärung liegt nicht vor und ist vor dem Inverkehrbringen in der EU anzufordern. Ein Explosionsschutz ist nicht dokumentiert.
Vorteile auf einen Blick
- Berührungslose Messung von -40 bis +1000 °C
- Optische Auflösung 15:1, Spektralbereich 8 … 14 µm
- Genauigkeit ±1,5 °C bzw. ±1,5 %, Auflösung 0,1 K
- Antwortzeit 30 ms, 10 Messungen je Sekunde
- 4 … 20 mA mit HART, 3-Leiter
- Anzeige im um 330° drehbaren Kopf
- Zwei Grenzwertkontakte, PNP oder NPN
- Emissionsgrad über Software einstellbar
- Schutzart mindestens IP 65

